Orval

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Beschreibung

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Die Ursprünge der Zisterzienserabtei Orval gehen auf das Jahr 1132 zurück. Der Legende nach verlor die Gräfin im Tal ihren goldenen Ring, der ihr von einem Fisch wiedergebracht wurde. Aus Dankbarkeit gründete sie das Kloster Orval. Auf diese Legende geht der Name des Klosters zurück - Val d'Or, das goldene Tal - und das Flaschenetikett des weltberühmten Bieres: eine Forelle mit einem goldenen Ring im Maul. Orval galt im Laufe der Zeit als eine der reichsten Abteien im Heiligen Römischen Reich, bis sie 1793 von französischen Truppen bei ihrem Einfall in die österreichischen Niederlande (dem heutigen Belgien) zerstört wurde. Erst 1926 begann man mit den Planungen für den Wiederaufbau, der durch private Spenden finanziert wurde. Wiederaugebaut wurde auf den Kellern des barocken Neubaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Ruinen des mittelalterlichen Klosters blieben als Mahnmal erhalten und können heutzutage besichtigt werden. Die Brauerei wurde erst 1932 zur Finanzierung des aufwendigen Wiederaufbaus der Abtei gegründet.


Die Geschichte des Orval Biers ist eng mit dem ersten Braumeister der Abtei, einem Deutschen namens Martin Pappenheimer, verbunden. Sein Grab ist in Villers-devant-Orval zu besichtigen. Martin Pappenheimer und die Belgier Honoré Van Sande und John Vanhuele sind verantwortlich für die einzigartige und ungewöhnliche Rezeptur und Brauweise, die sich stark von den meisten anderen Bieren unterscheidet. Die Hauptgärung erfolgt obergärig und dauert 4-5 Tage. Für die anschließende 2-3 wöchige Nachgärung des Jungbiers wird ein Verschnitt aus zehn Hefestämmen, insbesondere Brettanomyces, hinzugegeben und das Bier wird während der Lagerung mit Säcken gefüllter Hopfendolden gestopft. Dies verleiht dem Bier ein sehr hopfiges Aroma. Anschließend wird es zentrifugiert und mit Flaschennachgärung abgefüllt.


Das Orval ist ein bernsteinfarbenes Bier, bekannt für seine Bitterkeit, die sich jedoch im Mund schnell verflüchtigt und neben den bitteren und sauren auch leicht süßliche Noten erkennbar macht. Das Bier ist nicht nur sehr gut lagerungsfähig und verliert etwas an Bitterkeit, sondern entwickelt mit fortschreitender Lagerung ein komplexes Aromenprofil. Von anderen Trappistenbieren unterscheidet es sich vor allem durch die Trockenheit.


Anne-Françoise Pypaert ist die erste und bislang einzige Braumeisterin einer Trappistenabtei. Sie ist außerdem verantwortlich für die Käseproduktion. Als sie 1992 nach ihrem Studium zur Brauerei Orval ging, war sie die einzige Frau dort. Bis 2014 war sie verantwortlich für die Qualitätskontrolle, bis sie die Position als Braumeisterin übernahm und diese bis heute heute hält.


Alle Produkte der Abtei Orval tragen das Label Authentic Trappist Product. Dieses Label wurde 1997 mit dem Ziel gegründet die kommerzielle Verwendung des Trappistennamens durch Unternehmen zu unterbinden. Um dieses Label zu erhalten, müssen 3 Voraussetzungen erfüllt werden:
- Die Produkte müssen in der Abtei oder in unmittelbarer Nähe davon hergestellt werden.
- Die Herstellung muss unter Aufsicht der Trappisten erfolgen.
- Die Erträge decken die Bedürfnisse der Klostergemeinschaft und eventuelle Überschüsse werden ausschließlich für karitative Zwecke, Umweltprojekte oder zur Solidarität innerhalb des Trappisten-Ordens verwendet.

Der Orden braut nur 1 kommerziell erhältliches Bier, das unter dem Namen Orval im Handel erhältlich ist. Ein weiteres Bier, das "kleine Orval", ist nur in der Abtei und im Gasthaus der Abtei erhältlich. Ein drittes 1%iges Bier wird ausschließlich von den Mönchen während ihrer Mahlzeiten konsumiert.


Ratebeer.com Wertung: 99 / 100 / 3,99
Stil: Belgian Amber Ale, Trappistenbier, Wild Ale (Brettanomyces)
Alkohol: 6,2%
Bitterkeit: 36 IBU
Erhältlich: 33 cl (Kronkorken)

Zusätzliche Produktinformationen

Volumen
33 cl