Meurens Lütticher Sirup

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Beschreibung

Sirop de Liège ist ein einzigartiges Produkt: weder Gelee, noch Marmelade, mit einem sehr hohen Fruchtanteil an Birnen, Äpfeln und Datteln, der bei 4 kg pro 1 kg Sirup liegt. Außer Zucker (ca. 35%) enthält er keinerlei Zusätze. Die zuckerfreie Variante wird unter dem Markennamen Poiret verkauft (s. Shop).


Sirop de Liège isst man traditionell auf Brot und wird sehr gerne zu Käse gegessen. Er passt aber auch hervorragend auf Crèpes und Brüsseler Waffeln. Weiterhin ist er gemeinsam mit Malzbier ein integraler Bestandteil der dunklen Soße für Lütticher Buletten (Boulets de Liège).


Erhältlich:

- 80 g Becher

- 300 g Becher

- 450 g Becher


Hintergrund:

Im 17. Jahrhundert verfügten die Landwirte des Herver Landes über zahlreiche Apfel- und Birnenplantagen. Um die Früchte zu verwerten, nutzten sie einen Kupferkessel und eine Presse, mit denen sie Sirup herstellten und ihn mit den anderen Produkten des Hofs verkauften. Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte der technische Fortschritt die industrielle Herstellung von Sirup und die ersten kommerziellen Sirupunternehmen entstanden. Clément Meurens gründete die Siroperie Meurens 1902 in Aubel, im belgischen Dreiländereck zu Deutschland und den Niederlanden. Aubel ist bekannt für seine Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie. So gibt es in dieser kleinen Gemeinde mit 4.300 Einwohnern die Cidrerie Stassen (Cidre, Sekt, Kindersekt), die Brauerei Val-Dieu, den Schlachthof Detry und eben die Siroperie Meurens. Nach dem 2. Weltkrieg ließ Meurens seine Marke Vrai Sirop de Liège eintragen (echter Lütticher Sirup). Das 1947 designte Verpackungsdesign ist bis heute unverändert geblieben.


Die Herstellung des konzentrierten Safts findet ausschließlich während der Erntezeit von September bis Dezember statt. Täglich werden 150-200 Tonnen Obst verarbeitet. Die Produktionsschritte finden für jede Obstsorte einzeln statt (Äpfel, Birnen, Datteln, Aprikosen, Pflaumen). Es wird gekocht und der Saft wird durch Pressen des Fruchtkompotts extrahiert. Der Saft wird gefiltert und kontinuierlich laufende Verdampfer konzentrieren pro Stunde 15.000 L Saft zu 2.000 kg Saftkonzentrat. Dieses wird bei 5-8°C eingelagert. Das zurückgebliebene Fruchtfleisch wird zu Tierfutter weiterverarbeitet. Aus 100 kg Obst erhält man ca. 88 kg Saft und 12 kg Fruchtfleisch.


Der Sirup als Endprodukt wird durchgängig produziert. Pektin, ein Bestandteil des Apfels, ermöglicht die Gelierung. Die einzelnen Saftkonzentrate werden in festgelegtem Verhältnis miteinander gemischt und anschließend raffiniert, d.h. wiederum gekocht. Das überschüssige Wasser verdampft und man erhält die richtige Konsistenz. Zuletzt wird der Sirup abgefüllt und in einem ausgeklügelten Verfahren sehr langsam abgekühlt, um eine gute Gelierung zu erhalten.